Direkt zum Hauptinhalt

Identifizieren des Urheberrechts

Der Erwerb eines Objekts für eine Sammlung gewährleistet nicht automatisch auch den Erwerb des Urheberrechts über das Objekt. Somit kann es sein, dass Objekte aus der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst sowie literarische Werke nur zu Zwecken der Erhaltung von öffentlich zugänglichen Bibliotheken oder Museen vervielfältigt werden dürfen. Andererseits gibt es auch Objekte, die aus verschiedenen Gründen nicht unter das Urheberrechtsgesetz fallen. Nicht vom Urheberrecht geschützte Objekte sind unter anderem:

  • Werke, deren Urheberrecht abgelaufen ist (zB. wenn die letzte erschaffende Person vor über 70 Jahren verstorben ist)
  • Ideen (ohne deren Expression)
  • Objekte aus der Natur (Blumen, Mineralien, …)
  • Gesetze, Verordnungen, amtliche Bekanntmachungen, …

Es ist wichtig, zu verstehen, ob die Objekte für die Digitalisierung und die Darstellung auf der Website genutzt werden können. Somit sollten Nutzungsrechte, wenn nötig, auch nachträglich von der Urheberin oder dem Urheber gekauft werden, wenn die Objekte digitalisiert werden. Es kann auch sein, dass beim Einlangen des Objekts in den Sammlungsbestand der Institution gewisse Rechte bereits an die Institution übergeben wurden. Ist das Objekt ein verwaistes Werk, kann es auch, unter gewissen Umständen, und nach tiefgreifender Recherche nach der Urheberin oder dem Urheber, genutzt werden, um es der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Andere Bedenken vor der Bereitstellung der Sammlung auf einer Online-Plattform beinhalten:

  • Datenschutz
  • vertragliche Begrenzungen
  • ethische Bedenken


Weitere Informationen können Sie hier finden:

Link zur Gesamten Rechtsvorschrift für Urheberrechtsgesetz Österreich:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001848