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Technischer Hintergrund zur Verknüpfung der Sektionen

Um aus den drei Sektionen “Kulturgut”, “Digitalisat” und “Aggregationsobjekt” auch tatsächlich ein vollständiges und eindeutiges Digitalisat “schnüren” zu können, muss man zwei Gegebenheiten sicherstellen:

  1. Die Sektionen referenzieren einander (durch die Verwendung von standardisierten «rdf» Tags).
  2. Die verwendeten Referenzen sind eindeutig (d. h. die Sektionen besitzen Identifikatoren).

Identifikation der digitalen Ressource (Standard «edm:WebResource»)

Die Identifikation des digitalen Dokumentes ist naheliegend:

  • Es gilt den Hyperlink direkt zur Online-Ressource anzugeben.
  • Der Hyperlink muss derefernzierbar sein. - D. h. der Link muss auf eine tatsächlich erreichbare Ressource/Webseite verweisen und weitere Informationen liefern.

Identifikation des Kulturguts (Standard «edm:ProvidedCHO»)

Die Identifikation des Kulturguts kann (praktisch) beliebig erfolgen, solange ein "Uniform Resource Identifier" (URI) oder "Uniform Resource Name" (URN) verwendet wird. Die Identifikatoren ergeben sich normalerweise aus den Sammlungen der Kulturgüter (URI) oder ohnehin aus einer generellen Standardisierung der Medienart (URN). Es gilt nur eine Regel zu beachten:

  • URI Identifikatoren müssen mit dem Zeichen “#” angeführt werden und im Sinne der durchgängigen Identifikation zeitlich persistent sein.

Identifikation des Aggregationsobjektes («ore:Aggregation»)

Die Identifikation der verbindenden Informationen lehnt sich an die des digitalen Dokumentes an, soll aber in zusätzlichem Kontext auflösbar sein:

  • Es gilt den Hyperlink direkt kontextualisierter Online-Ressourcen anzugeben. D. h. der Hyperlink führt zur Webseite der Ressource, die die Ressource näher beschreibt, kontextualiert, ausstellt, etc.
  • Der Hyperlink muss, wie oben beschrieben, dereferenzierbar sein.

Verbindung der Sektionen - «rdf» Tags

Tags sind nähere Erläuterungen auf Feldern selbst. (Achtung vor einem Missverständnis: Tags sind nicht die Werte der Felder, sondern Spezifikationen der Felder.)

Ein Beispiel sei wie folgt gegeben:

Der Standard «edm:ProvidedCHO» beinhaltet viele Felder, welche wie oben beschrieben das digitale Dokument mit z.B. «dc:type», «dc:format», usw. behandeln. Der Standard (im weiteren Sinne das Feld) «edm:ProvidedCHO» kann näher beschrieben werden, z. B. durch den Tag «rdf:about» was im Beispiel «edm:ProvidedCHO rdf:about=”oai:baa.onb.at:15717530”» resultieren kann.

Mit exakt zwei Arten von Tags kann man sämtliche Referenzen festhalten:

  • «rdf:about» identifiziert eine Ressource.
  • «rdf:resource» referenziert eine Ressource via ihres Identifikators.

Für die eindeutige Verbindung der drei Hauptsektionen zu einem eindeutigen Digitalisat können die Tags somit wie folgt genutzt werden:

Identifikation:

  • Das Kulturgut wird mit «rdf:about» identifiziert.
    • z. B. <edm:ProvidedCHO rdf:about="#UEDIN:214">
  • Die digitale Ressource wird mit «rdf:about» identifiziert.
    • z.B. <edm:WebResource rdf:about="http://www.mimo-db.eu/media/UEDIN/IMAGE/0032195c.jpg">
  • Das Aggregationsobjekt wird mit «rdf:about» identifiziert.
    • z.B. <ore:Aggregation rdf:about="http://www.mimo-db.eu/UEDIN/214">

Verbindung:

  • Das Aggregationsobjekt wird mit «rdf:resource» über «edm:aggregatedCHO» mit dem Kulturgut verbunden.
    • z. B. <edm:aggregatedCHO rdf:resource="#UEDIN:214"/>
  • Das Aggregationsobjekt wird mit «rdf:resource» über «edm:isShownBy» mit der digitalen Ressource verbunden.
    • z. B.<edm:isShownBy rdf:resource="http://www.mimo-db.eu/media/UEDIN/IMAGE/0032195c.jpg"/>
  • Das Kulturgut ist nun über das Aggregationsobjekt mit der digitalen Ressource verbunden.

rdf-verbindung-sektionen.png

Die Trias eines vollständigen Digitalisats wird über «rdf» Tags verbunden und somit erst zu einem Digitalisat verpackt: Ein potentieller Client nutzt die verbindenden Informationen als Punkt des Eintritts.